Saarbrücken, 18. Juni 2026 – Die FDP-Fraktion in der Regionalversammlung Saarbrücken fordert den sofortigen Entzug des Prüfungsmandats der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft W+ST bei der Saarland-Heilstätten GmbH (SHG). Einen entsprechenden Antrag hat die Fraktion für die nächste Sitzung des Gesundheitsausschusses eingebracht.
Konkret sollen die Vertreter des Regionalverbandes in der Gesellschafterversammlung angewiesen werden, gegen eine weitere Beauftragung von W+ST zu stimmen und die unverzügliche Neuausschreibung der Konzernprüfung zu verlangen. Die Prüfung soll künftig durch eine überregional tätige und unabhängige Wirtschaftsprüfungsgesellschaft erfolgen.
Darüber hinaus fordert die FDP-Fraktion eine umfassende forensische Sonderprüfung aller konzerninternen Finanzströme seit dem Geschäftsjahr 2019. Dabei sollen insbesondere Darlehen, Patronatserklärungen sowie Geldflüsse innerhalb des SHG-Konzerns untersucht werden.
„Nach den gravierenden Vorwürfen und Erkenntnissen rund um die Neunkircher Verkehrsgesellschaft ist das Vertrauen in die Arbeit von W+ST nachhaltig erschüttert. Gerade bei einem Unternehmen von der Größe und Bedeutung der SHG darf es keinerlei Zweifel an der Unabhängigkeit und Qualität der Prüfung geben“, erklärt der FDP-Fraktionsvorsitzende Roland König.
Die Liberalen verweisen zudem auf die erheblichen Verzögerungen bei den Jahres- und Konzernabschlüssen der SHG. Gleichzeitig stünden Fragen zu millionenschweren Darlehen innerhalb des Konzerns im Raum. Vor diesem Hintergrund sei eine unabhängige Überprüfung zwingend erforderlich.
„Es geht um Transparenz, um den Schutz von Steuergeldern und um die Zukunft tausender Beschäftigter sowie der medizinischen Versorgung im Saarland. Die Bürger haben Anspruch auf vollständige Aufklärung!“, so König weiter.
Die FDP-Fraktion sieht daher dringenden Handlungsbedarf, um möglichen wirtschaftlichen Schaden abzuwenden und das Vertrauen in die Kontrolle kommunaler Unternehmen wiederherzustellen.
